Wie die Zeit vergeht…

Nach intensiven Monaten haben wir Ende April bereits unser zweites Studienjahr abgeschlossen. Wir blicken auf ein unglaublich spannendes und inspirierendes Jahr zurück. 
 
Philosophisch haben wir uns im vergangenen Jahr intensiv mit der Madhyamaka Philosophie beschäftigt, welche auf den indischen Gelehrten Nagarjuna zurückgeht und in der indo-tibetischen Tradition des Buddhismus sehr stark verwurzelt ist. Neben der Philosophie bildete das klassische Tibetisch den zweiten Schwerpunkt. Um mit der Übersetzungsarbeit vertrauter zu werden, haben wir uns im vergangenen Jahr mit unterschiedlichen Texten von verschiedenen Tibetischen Autoren beschäftigt. Dabei war das Ziel einzelne Abschnitte individuell zu übersetzen und anschliessend im Rahmen des Unterrichts die eigene Interpretation zu präsentieren. Auf diese Weise konnten wir unseren Wortschatz ausbauen und die erlernten Grundlagen der Grammatik praktisch umsetzen. 
 
Für das nächste akademische Jahr haben wir uns entschieden den Schwerpunkt nochmal auf die Philosophie und das klassische Tibetisch zu legen. Wir freuen uns auf die Herausforderungen welche auf uns zukommen und sind gespannt was uns erwartet!
 
Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht. Bereits ist die Sommerpause vergangen und und das dritte Studienjahr hat begonnen. Wie in Europa, sind auch in Nepal zunehmend Lockerungen betreffend der Coronamassnahmen zu beobachten. In diesem Herbst öffnet der Campus des Rangjung Yeshe Institutes wieder seine Tore und viele Kurse werden wieder vor Ort angeboten. Entgegen unserer ursprünglichen Absicht diesen Sommer nach Nepal zu reisen, haben wir uns entschieden noch ein weiteres Jahr online weiter zu studieren. Es ist für das kommende akademische Jahr so dass gewisse Module sowohl vor Ort, als auch online angeboten werden. So haben Studierende die freie Wahl zwischen dem Studium in Kathmandu oder dem online Format. Dieses Angebot ist eine Zwischenlösung für das kommende Jahr. So wie die Situation aktuell aussieht, wird das Studium ab dem Sommer 2023 definitiv vor Ort stattfinden.
 
Neben den Herausforderungen welche der Onlineunterricht mit sich bringt, haben wir auch die vielen Vorteile schätzen gelernt. Einer der grössten Vorteile für uns, ist die Möglichkeit, neben dem Studium zu arbeiten um unsere finanzielle Situation etwas aufzubessern. Damit konnten wir den finanziellen Druck etwas reduzieren. Wir hoffen jedoch weiter auf Unterstützung für unser Projekt da unsere eigenen Mittel für einen erfolgreichen Abschluss immer noch nicht ausreichen. Wir haben uns, wie bereits nach Abschluss des ersten Studienjahres, wieder für ein Stipendium beworben und sind sehr glücklich, dies auch für das nächste Studienjahr zu erhalten. Damit reduzieren sich die Studiengebühren um die hälfte was uns enorm entlastet. 
 
Wir sind sehr dankbar und es berührt uns zu sehen wie viele bekannte und unbekannte Menschen uns auf diesem Weg unterstützen und wir möchten uns von Herzen für das entgegengebrachte Vertrauen Bedanken!
 
 

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Start ins zweite Studienjahr

Nach einer knapp 4-monatigen Sommerpause sind wir diese Woche bereits in unser 2. Studienjahr gestartet. Aufgrund der anhaltend angespannten Situation mit Covid-19 findet auch unser 2. Studienjahr online statt. Diese Tatsache erfüllt uns ein bisschen mit Wehmut, da wir uns gewünscht hätten, das kommende Studienjahr vor Ort zu absolvieren. Doch insgesamt sind wir sehr glücklich darüber, dass wir dank der heutigen Technologien die Möglichkeit haben, unser Studium fortzusetzen und uns nun wieder vertieft mit der buddhistischen Philosophie und der tibetischen Sprache beschäftigen zu können. 

Zwar haben wir einen Teil der Semesterferien genutzt, um die bereits erworbenen Tibetisch-Kenntnisse präsent zu halten und zu vertiefen, doch eine so intensive Auseinandersetzung wie im laufenden Studienbetrieb war uns nicht möglich. Denn einen grossen Teil des Sommers haben wir genutzt, um unsere finanzielle Situation etwas aufzubessern. Glücklicherweise haben wir trotz der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage beide eine Anstellung in für uns neuen Berufsfeldern finden und somit während der Semesterferien einem Nebenerwerb nachgehen können. 

Wie sie sehen, ist unsere finanzielle Situation nach wie vor ein aktuelles Thema. Deshalb freut es uns umso mehr, dass wir diesbezüglich auch positive Entwicklungen mit Ihnen teilen können. Wir haben uns nach Abschluss des 1. Studienjahres am Rangjung Yeshe Institut für ein Stipendium beworben, das jährlich an eine begrenzte Anzahl von Studierenden mit den besten akademischen Leistungen vergeben wird. Anfang August haben wir beide die Zusage für ein solches Stipendium erhalten und können nun während dem gesamten 2. Studienjahr mit je 50% Ermäßigung auf die Studiengebühren weiterstudieren – darüber freuen wir uns riesig! 

Wir sind zutiefst dankbar für all die finanziellen Zuwendungen, die wir bisher sowohl von Privatpersonen wie auch von Institutionen erhalten haben. Jede einzelne Spende entlastet uns finanziell stark und unterstützt uns darin, unseren Weg mit viel Freude und grosser Zuversicht weiterzugehen. 

Vielen herzlichen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung! 

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Erstes Studienjahr abgeschlossen

Als wir uns vor rund 2 Jahren dazu entschlossen haben, uns am Rangjung Yeshe Institut in Kathmandu für ein Bachelor-Studium in buddhistischer Philosophie und tibetischer Sprache zu bewerben, war Corona noch kein Thema. Deshalb haben wir uns nach bestandenem Aufnahmeverfahren darauf ausgerichtet, unsere Zelte in der Schweiz abzubrechen und nach Nepal auszuwandern. Doch dann kam im Frühjahr 2020 die Mitteilung, dass unser Lehrgang wegen der Situation mit Covid-19 online stattfinden würde. Das stellte uns vor grosse Herausforderungen, da wir die geplante Auswanderung abbrechen und eine neue Wohnmöglichkeit in der Schweiz suchen mussten. Glücklicherweise konnten wir bei Eveline’s Mutter ein kleines 1-Zimmer Studio beziehen und dadurch auch unsere Lebenskosten auf einem tiefen Niveau halten.

So sind wir dann – nach einer turbulenten ersten Jahreshälfte – Ende August 2020 in unser 1. Studienjahr gestartet. Mit dem Online-Studium waren wir im Vorfeld etwas unglücklich. Wie würde es wohl werden, eine so komplexe Sprache wie Tibetisch online zu lernen? Wie würden wir mit dem Online-Studium insgesamt zurechtkommen und wie würde es sein, zusammen in einem Zimmer zu wohnen und zu studieren? Wenn wir nun auf unser 1. Studienjahr zurückblicken können wir sagen: «Es war eine tolle Zeit!» Obwohl das Studium online stattgefunden hat, waren sowohl die Unterrichtsqualität wie auch das Lernmaterial und die technischen Hilfsmittel erstklassig! Unseren Lehrkräften ist es trotz Online-Unterricht gelungen, eine persönliche und verbindende Atmosphäre zu schaffen, in welcher sowohl der Austausch mit den anderen Studierenden als auch persönliche Worte stets ihren Platz fanden. Obwohl unsere Studienkollegen/-innen über viele verschiedene Länder und Zeitzonen verteilt waren, sind wir zu einer Klasse zusammengewachsen, in der sich alle Mitglieder kennen- und schätzen gelernt haben und sich gegenseitig im Lernprozess unterstützen konnten.

Die Themenschwerpunkte des 1. Studienjahres waren buddhistische Philosophie und klassisches Tibetisch. Im Philosophie Unterricht haben wir uns während 2 Semestern mit dem Werk Bodhicaryāvatāra des berühmten Meisters Shantideva beschäftigt. Im klassischen Tibetisch ging es darum, einen Wortschatz aufzubauen, die wichtigsten grammatischen Grundlagen zu erlernen und ab dem 2. Semester bereits gemeinsam in der Klasse die ersten tibetischen Texte zu übersetzen. Neben diesen beiden Hauptfächern haben wir einen Kurs in buddhistischer Geschichte belegt, in welchem wir den geschichtlichen und kulturellen Hintergrund des Buddhismus von seiner Entstehung bis in die heutige Zeit sowohl aus traditioneller wie auch aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet haben. Zudem haben wir einen Kurs in akademischem Englisch besucht, in welchem wir vieles über wissenschaftliche Recherche und das Verfassen akademischer Berichte lernen konnten. Alle 4 Fächer waren zeitlich und inhaltlich so gut aufeinander abgestimmt, dass wir von einem sich stets ergänzenden Mix aus spannenden und lehrreichen Fächern profitieren konnten.

Nun blicken wir auf ein sehr forderndes, aber vor allem auch auf ein äusserst erfüllendes und inspirierendes 1. Studienjahr zurück. Für uns ist klar, dass wir auf dem richtigen Weg sind und diesen trotz der finanziellen Hürden weitergehen wollen. Wie Sie sicherlich bereits auf unserer Startseite gesehen haben, sind wir nach wie vor auf finanzielle Unterstützung angewiesen, damit wir unser Studium abschliessen können. Wir sind dankbar für jede Zuwendung und freuen uns auch darüber, wenn Sie unsere Website mit anderen Interessierten teilen. An dieser Stelle möchten wir uns bei all denjenigen bedanken, die uns bereits mit einer Spende oder auch in anderer Form unterstütz haben. Wir sind von Herzen dankbar dafür und hoffen, dass wir noch weitere Menschen für unser Projekt begeistern können.

Wir wünschen all unseren Leser/-innen angenehme & sonnige Sommertage und melden uns bald wieder mit weiteren Neuigkeiten!

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